„Auf die Haltung kommt es an“

Schon in ihrer Zeit als Lehrer*in und Schulleiter*in hat Margret Rasfeld Eltern aktiv in die Gestaltung von Schule einbezogen. Wie aktive Elternarbeit gelingt, erzählt sie in unserem Interview.

Wer bist du? Wie würdest du dich beschreiben?

Ich bin eine Ermutigerin, Vernetzerin von Ideen und Menschen, Erfahrungsmitbringerin von 39 Jahre Schule als Schulleiterin und Lehrerin, tritt ein für die Neuausrichtung der Bildung auf Potentialentfaltung, nachhaltige Entwicklung und wertschätzende Beziehungskultur mit Verantwortung für mich selbst, für anderen und für die Welt, Gründerin von der Initiative Schule in Aufbruch.

Warum sollen Eltern sich in die Schule einbringen?

Eltern kennen ihre Kinder. Sie sind die ersten Pädagogen. Ein gutes Aufwachsen findet statt, wenn alle zusammen arbeiten.

Wie sieht eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern aus?

Wichtige Punkte sind Augenhöhe, gegenseitige Wertschätzung und Freude an gegenseitige Bereicherung. Dafür braucht es Strukturen.

Wer hat etwas davon, wenn Eltern sich in die Schule einbringen?

An erster Stelle das Kind, weil es spürt ob die Erwachsene sich verstehen. Zweitens die Lehrkräfte, weil Eltern sie entlasten können. Und drittens die Eltern, weil sie willkommen sind. Sie können ihre Angst von Schule in Freude wenden. Freude an die Zusammenarbeit und die Schätze was sie einbringen können.

Wie sieht deine Traumschule aus?

Meine Traumschule heißt nicht Schule. Lernen ist großartig. Dafür braucht es viel Anregung, Orte und Erwachsene die Kinder wertschätzend begleiten. Das Lernen von Zukunft findet in Bildungslandschaften statt: in der Natur, mit dem Imker, an vielen Plätzen in der Stadt, mit vielen interessanten Menschen, die sich mit ihren Leidenschaften einbringen.

Lernen heißt immer handeln. Schule wird dafür Basislager. Und das wichtigste Lernen ist Lernen von Mitmenschlichkeit und Fürsorge für unseren Planeten!

Deine Tipps für Gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrer und Schüler?

Im tradierten Unterricht (frontal, wo der Lehrer Vorne im Klassenzimmer steht) gibt es wenig Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Wichtig ist: wie finden wir offenen Formen um uns auszutauschen, uns kennenzulernen und um unsere Wünsche auszudrücken.

Und vor allem: Mut zur Umsetzung!